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Die Schwammregion Holzwinkel-Altenmünster im Überblick

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Die Schwammregion Holzwinkel-Altenmünster liegt im Westen des Landkreises Augsburg im nördlichen Alpenvorland. Mit einer Fläche von rund 95 km² und etwa 16.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist sie die kleinste der zehn Modellregionen im Aktionsprogramm der Bayerischen Schwammregionen. Die Region vereint mehrere Gemeinden mit unterschiedlichen historischen und räumlichen Entwicklungen: Die Orte Adelsried, Bonstetten, Emersacker, Heretsried und der Markt Welden verstehen sich kulturhistorisch als „Holzwinkel“ und orientieren sich traditionell in Richtung Augsburg. Die Gemeinde Altenmünster hingegen liegt, durch einen Höhenrücken getrennt, im Zusamtal und ist stärker in Richtung Zusmarshausen ausgerichtet.

Landschaft und Siedlungsstruktur

Die Landschaft der Region ist geprägt von einem abwechslungsreichen Relief: Ausgedehnte Waldgebiete, landwirtschaftlich genutzte Flächen – teilweise stark parzelliert – sowie markante Höhenrücken mit Steilhängen und Tälern bestimmen das Bild. Ein weit verzweigtes Netz kleiner Gewässer durchzieht die Region. Neben den beiden Hauptflüssen Zusam (Gewässer 2. Ordnung) und Laugna (Gewässer 3. Ordnung) gibt es zahlreiche Bäche, Gräben und Weiher, die die Landschaft formen und ökologisch prägen. Die Siedlungsstruktur ist vielfältig: Sechs Hauptorte, 13 Ortsteile und zwei Weiler sind unterschiedlich gewachsen und eng in die natürliche Topografie eingebettet. Charakteristisch sind landwirtschaftliche Hofstellen sowie klassische Wohngebiete. In den vergangenen Jahren hat der Zuzug zu einer spürbaren Verdichtung der Bebauung geführt. Gleichzeitig zeichnet sich die Region durch ein aktives Gemeinschaftsleben aus: Zahlreiche Vereine und Verbände bieten den Bürgerinnen und Bürgern vielfältige Möglichkeiten zur Mitgestaltung – sowohl auf lokaler als auch auf interkommunaler Ebene.

Zahlen und Fakten auf einen Blick

Gesamtfläche: 9.482 Hektar

Einwohnerzahl: ca. 16.000

Siedlungsstruktur: 6 Hauptorte, 13 Ortsteile, 2 Weiler

Waldflächen: 52 % der Gesamtfläche

Landwirtschaftliche Nutzung: 34 %

Siedlungs- und Verkehrsflächen: 11 %

Gewässerflächen (Zusam, Laugna, Bäche, Gräben, Weiher): 0,5 %

Quelle: LfU, Kulturlands; Gliederung: Westliche Wälder bei Augsburg; Statistik kommunal

Wasser im Wandel: Herausforderung und Chance für die Schwammregion Holzwinkel-Altenmünster

In den vergangenen Jahren hat sich die Wahrnehmung von Wasser deutlich verändert: Was früher vor allem als lebenswichtige Ressource galt, wird heute zunehmend auch als Risiko gesehen. Immer häufiger berichten Medien von Hochwasserereignissen in ganz Deutschland – und auch die Schwammregion Holzwinkel-Altenmünster ist regelmäßig von Überflutungen betroffen. Der Klimawandel verstärkt diese Entwicklung. Steigende Temperaturen und veränderte Wettermuster führen dazu, dass Extremwetterereignisse wie Starkregen künftig häufiger auftreten werden. Gerade plötzliche und intensive Regenfälle stellen eine große Herausforderung für unsere Region dar. Wenn innerhalb kurzer Zeit mehr Regen fällt, als der Boden aufnehmen kann, fließt das Wasser oberflächlich ab. Es kommt zu sogenannten Sturzfluten, die sich durch hohe Fließgeschwindigkeit und große Kraft auszeichnen. Trifft dieses Wasser in den Tälern auf Flüsse oder Bäche wie Zusam und Laugna, kann es zu Rückstau kommen – mit Überschwemmungen und Hochwasser als Folge. Die geografischen Gegebenheiten unserer Region verschärfen das Risiko zusätzlich: Landwirtschaftlich genutzte Steilhänge, Siedlungen in Tallagen und der Verlauf der Gewässer durch die Gemeinden begünstigen die Entstehung solcher Ereignisse. Die Folgen konnten zuletzt beim Starkregen im Juni 2024 deutlich beobachtet werden, als es zu Überlastungen der Kanalisation und erheblichen Überschwemmungen kam.

Dezentrale Lösungen für ein wachsendes Problem

Da Extremwetterereignisse meist lokal auftreten, braucht es vor allem dezentrale Maßnahmen. Ziel ist es, Regenwasser möglichst dort zurückzuhalten, wo es fällt, den Abfluss zu verlangsamen und die Wassermengen in der Fläche zu speichern. In der Schwammregion Holzwinkel-Altenmünster wurde in den vergangenen Jahren bereits viel erreicht. Auf kommunaler Ebene wurden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, darunter:

  • die Ausbaggerung und Optimierung von Rückhaltebecken

  • die Renaturierung von Gewässerabschnitten an Zusam und Laugna

  • die Entwicklung von Hochwasserschutzkonzepten, etwa für Adelsried, Bonstetten, Welden und Emersacker

  • die Planung eines Hochwasserdamms im Laugnatal bei Welden

  • ein Sturzflut-Risikomanagementkonzept für die Gemeinde Bonstetten

  • Maßnahmen in Siedlungsgebieten wie der Einbau von Zisternen in Neubaugebieten oder wassersensible Gestaltung von Flächen, z. B. am Rathausplatz in Altenmünster

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Trotz dieser Fortschritte bleibt klar: Effektiver Hochwasserschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Nur durch das Zusammenspiel vieler kleiner und großer Maßnahmen lässt sich der Abfluss bei Starkregen nachhaltig reduzieren. Deshalb setzt die Schwammregion Holzwinkel-Altenmünster auf Zusammenarbeit: zwischen Kommunen und Behörden, Fachleuten und engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Gemeinsam können wir unsere Region widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels machen – und Wasser wieder stärker als das nutzen, was es auch ist: eine wertvolle Ressource.

Die Collage zeigt fünf Bilder eines renaturierten Gewässerbereichs in einer grünen Landschaft.Oben links: Ein flaches Gewässer liegt zwischen sandigen Uferflächen. Am Ufer stehen abgesägte Baumstämme und junge Pflanzen. Dahinter befinden sich Wiesen und dicht bewachsene Bäume.Oben rechts: Ein Teich mit ruhiger Wasseroberfläche. Im Vordergrund wachsen zahlreiche hohe Gräser und rosa blühende Pflanzen. Ein umgestürzter Baum liegt teilweise im Wasser.Unten links: Eine Luftaufnahme zeigt einen schmalen, geschwungenen Bach, der durch große grüne Wiesen fließt. Das Gewässer ist von Bäumen und Sträuchern gesäumt.Unten Mitte: Eine weitere Luftaufnahme zeigt die Arbeiten an einem Gewässer. Ein Bagger steht an einer neu angelegten oder erweiterten Wasserfläche. Der Bach verläuft direkt daneben durch die Wiesen.Unten rechts: Ein naturnaher Bachabschnitt mit dichtem Uferbewuchs. Äste und ein umgestürzter Baum liegen am Ufer und teilweise im Wasser. Die Wasseroberfläche spiegelt die umliegenden Bäume. Gesamteindruck: Die Bilder dokumentieren die Renaturierung eines Baches und seiner Uferbereiche. Durch neue Wasserflächen, natürliche Uferstrukturen, Pflanzen und Totholz entsteht ein abwechslungsreicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen.Lebensraumverbessernde Maßnahme Fischereiverein Altenmünster an der Zusam

Die Collage besteht aus zwei Fotos, die einen neu gestalteten Außenbereich zeigen. Oberes Bild: Eine große, leicht abgesenkte Grünfläche ist zu sehen. Auf der Wiese stehen mehrere junge Bäume, die mit Holzpfählen befestigt sind. Ein schmaler Weg führt am Rand der Fläche entlang. Die Wiese wirkt teilweise feucht; in einigen Bereichen steht Wasser. Im Hintergrund wachsen Büsche und hohe Gräser. Die tief stehende Sonne spiegelt sich auf den feuchten Stellen der Wiese.
Unteres Bild: Eine große, moderne Skate- und Bewegungsfläche aus hellem Beton liegt neben einer Wiese. Die Fläche ist geschwungen und hat verschiedene Rampen, Erhöhungen und rote Geländer. Mehrere Menschen nutzen die Anlage: Eine Person fährt mit dem Fahrrad, andere sind mit Skateboards oder Rollern unterwegs. Im Hintergrund stehen Fahrräder. Dahinter befinden sich ein Gebäude, hohe Gräser, Felder und bewaldete Hügel. Gesamteindruck: Die Bilder zeigen einen neu gestalteten Freizeit- und Naturbereich. Neben einer naturnahen Grünfläche mit jungen Bäumen und feuchten Bereichen wurde eine moderne Skateanlage geschaffen. Der Bereich verbindet Natur, Bewegung und Freizeit miteinander.Wasserrückhalt bei der Gestaltung von öffentlichen Plätzen. Oben: Retentionsbereich Freizeitgelände Welden; Unten: Skateplatz Mehrgenerationenplatz Altenmünster. (c) Entwicklungsforum Holzwinkel und Altenmünster e.V.

Die Collage zeigt Kinder bei einer Natur- und Umweltaktion rund um Wasser, Erde und Pflanzen. Oben links: Mehrere Kinder arbeiten draußen an einer kleinen Pflanzstelle. Sie geben mit einer blauen Gießkanne Wasser in die Erde und untersuchen die Pflanzen. Auf einer Bank stehen Behälter mit Erde und Naturmaterialien. Oben Mitte: Ein niedliches, tropfenförmiges Stofftier sitzt in einer Schale. Es stellt vermutlich eine Wassertropfen-Figur dar und gehört zur Lernaktion.
Oben rechts: Zwei Kinder befüllen einen großen blauen Wasserbehälter. Sie arbeiten gemeinsam und verwenden Gießkannen. Daneben stehen Behälter mit Erde und kleinen Naturmaterialien.
Unten links: An einer Station arbeiten Kinder mit Wasser und Erde. Auf einem Schild steht „STATION 3 – Wasser in Fluss und am Hang“. In mehreren Behältern wird gezeigt, wie Wasser durch unterschiedliche Böden fließt. Die Kinder gießen Wasser in eine mit Erde gefüllte Wanne.
Unten rechts: Mehrere Kinder tragen gemeinsam eine große Schale mit Erde und Pflanzen. Ein Kind gießt Wasser auf die frisch eingesetzten Pflanzen. Die Kinder helfen sich gegenseitig.
Gesamteindruck:
Die Bilder zeigen eine spielerische Umwelt- und Bildungsaktion für Kinder. Dabei lernen die Kinder praktisch, wie Wasser, Erde, Pflanzen und natürliche Lebensräume zusammenhängen. Sie experimentieren, pflanzen, gießen und arbeiten gemeinsam.Die Wasserdetektive, Sommerferienprogramm 2026 der Schwammregion Holzwinkel-Altenmünster, (c) Entwicklungsforum Holzwinkel und Altenmünster e.V.

Die Collage zeigt eine Gruppe von Menschen bei einer gemeinsamen Informations- und Bildungsreise zum Thema Natur und Umwelt.
Oben links: Eine größere Gruppe steht auf einem Waldweg neben einem Reisebus. Die Menschen sind unterschiedlich gekleidet und tragen teilweise Rucksäcke. Einige unterhalten sich miteinander. Im Hintergrund ist dichter Wald zu sehen.
Oben rechts: Viele Menschen sitzen in einem gemütlichen Gastraum an Tischen. Sie hören aufmerksam zu und unterhalten sich. An den Wänden hängen Bilder und Dekorationen. Die Atmosphäre wirkt gesellig und entspannt.
Unten links: Eine Gruppe sitzt an Tischen in einem Seminarraum. Vorne steht ein Mann und hält einen Vortrag. Auf dem Tisch stehen Getränke und liegen Unterlagen. Die Teilnehmenden schauen zum Vortragenden.
Unten rechts: Ein größerer Raum ist mit vielen Stühlen gefüllt. Zahlreiche Menschen sitzen und hören einem Vortrag zu. Vorne steht ein Mann neben einem Laptop. Hinter ihm hängen mehrere Informationsbanner mit Bildern und Texten zu Natur- und Umweltthemen.Veranstaltungsreihe 2026 mit einer Exkursion in den Wald und Vorträgen durch Fachreferenten zu unterschiedlichen Themengebieten, (c) Entwicklungsforum Holzwinkel und Altenmünster e.V.

Die Collage zeigt Menschen bei einer gemeinsamen Veranstaltung rund um Natur, Umwelt.
Oben links: Vier Personen stehen gemeinsam im Grünen. Zwei Männer tragen grüne Kleidung des Vereins. Die Gruppe lächelt und posiert für ein Foto.
Oben Mitte: Eine Frau und ein Mann stehen vor einem Gebäude. Der Mann trägt ein grünes Vereins-Shirt und spricht, während die Frau ihm zuhört.
Oben rechts: Drei Personen betrachten Informationsplakate an einer Wand. Die Plakate informieren über Wassersensible Gartengestaltung.
Mitte links: Auf einem Tisch liegen zahlreiche Informationsflyer und Broschüren. Die Materialien informieren über verschiedene Natur- und Umweltthemen.
Mitte rechts: Vor einer großen roten Backsteinkirche steht eine kleine Gruppe auf einer Wiese. Eine Person im grünen Vereins-Shirt spricht zu den Anwesenden. Neben der Gruppe steht ein Informationsbanner der Schwammregion Holzwinkel Altenmünster.
Unten links: Mehrere Menschen stehen in einer blühenden Wiese. Im Vordergrund befindet sich ein naturnah angelegtes Beet mit verschiedenen Blumen und Pflanzen. Eine Frau mit Hut hält Informationsmaterial in der Hand und erklärt offenbar etwas.
Unten rechts: Eine kleine Gruppe steht im Grünen zusammen. Eine Frau im gelben T-Shirt spricht mit mehreren Personen. Im Hintergrund sind Tische und Getränkekisten zu sehen.
Gesamteindruck:
Die Fotos zeigen eine gemeinsame Informations- und Vereinsveranstaltung im Freien. Im Mittelpunkt stehen Natur, Gewässer, Umwelt und gemeinschaftliches Engagement. Die Teilnehmenden informieren sich, tauschen sich aus und erkunden gemeinsam die Umgebung.Gartenimpuls Veranstaltung der Gartenbauvereine 2026, (c) Entwicklungsforum Holzwinkel und Altenmünster e.V.