Zwischen Donau und Regen – die Region Vorderer Bayerischer Wald
Zwischen Donau und Regen, vom Vorwald bis ins Donautal, liegt eine vielfältige und bewegte Landschaft. Hügel und Täler, Wälder und landwirtschaftlich genutzte Flächen, Dörfer und kleine Gewässer prägen den Vorderen Bayerischen Wald. Viele Bäche und Gräben ziehen sich über Gemeinde- und sogar Landkreisgrenzen hinweg durch diese Region der Oberpfalz. Was an einer Stelle geschieht, kann deshalb Auswirkungen an einer anderen haben.
Trockenheit und Hitze setzen unserer Landschaft ebenso zu wie Starkregen, Erosion und Hochwasser. Deshalb ist es für uns wichtig, Wasser stärker als bisher mitzudenken: zurückhalten, wo es anfällt, Raum geben, wo ergebraucht wird, und gemeinsam vorsorgen, bevor Probleme entstehen.
Als Schwammregion wollen wir unsere Landschaft Schritt für Schritt wassersensibler und widerstandsfähiger entwickeln. Dabei setzen wir nicht auf wenige große Lösungen, sondern auf viele konkrete Maßnahmen, die zu unserer Region passen. Gleichzeitig wollen wir das Bewusstsein für den Wert und den Umgang mit Wasser stärken und Menschen dazu anregen, selbst aktiv zu werden – in der Landwirtschaft und im Wald ebenso wie in unseren Dörfern, Gärten und auf privaten Grundstücken.
Unsere Herausforderungen
Unsere Region ist von Wasser geprägt – und davon, wie wir mit ihm umgehen. Trockenperioden und Starkregen gehören seit jeher zum natürlichen Wettergeschehen. Entscheidend ist deshalb nicht allein, wie viel Niederschlag fällt, sondern auch, was mit dem Wasser geschieht, wenn es auf unsere Landschaft trifft.
Versiegelte Flächen, verdichtete Böden und veränderte Gewässerläufe können dazu führen, dass Regenwasser weniger gut versickert und gespeichert wird. Es fließt schneller ab und kann sich an anderer Stelle sammeln – mit Folgen wie Überflutungen, Erosion und Schäden an Wegen, Gebäuden und landwirtschaftlichen Flächen.
Gleichzeitig fehlt Wasser dort, wo es gebraucht wird: auf trockenen Böden, in der Landwirtschaft, in Wäldern und in unseren Gewässern. Wo Wasser nicht zurückgehalten werden kann, steht es nach einem Regenereignis nicht mehr für längere Trockenperioden zur Verfügung.
Gerade im ländlichen Raum stellt uns das vor besondere Herausforderungen. Siedlungen, Verkehrswege und Gewerbeflächen benötigen Fläche und liegen häufig weit auseinander. Umso wichtiger ist es, die vorhandenen Böden und Landschaftsräume als Wasserspeicher zu erhalten und bereits veränderte Flächen wassersensibel weiterzuentwickeln.
Deshalb wollen wir genauer hinschauen: Wo fließt Wasser zu schnell ab? Wo fehlt Rückhalt? Wo sind Böden besonders gefährdet? Und wo können wir mit geeigneten Maßnahmen dafür sorgen, dass Wasser länger in der Landschaft bleibt?